{"id":1389,"date":"2011-06-19T10:02:09","date_gmt":"2011-06-19T08:02:09","guid":{"rendered":"https:\/\/f-finance.de\/?p=1389"},"modified":"2023-10-19T10:07:16","modified_gmt":"2023-10-19T08:07:16","slug":"banking-jobs-2011-aktuelle-trends-aus-dem-arbeitsmarkt-der-finanzindustrie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/f-finance.de\/en\/banking-jobs-2011-aktuelle-trends-aus-dem-arbeitsmarkt-der-finanzindustrie\/","title":{"rendered":"Banking Jobs 2011: Aktuelle Trends aus dem Arbeitsmarkt der Finanzindustrie"},"content":{"rendered":"<p>Die Arbeitslosenzahl in Deutschland ist w\u00e4hrend der ersten Jahresh\u00e4lfte 2011<br \/>\nunter drei Millionen gesunken. Auch Indikatoren wie der Zeitarbeitsindex des<br \/>\nInstituts der deutschen Wirtschaft oder der Bankenindikator Frax zeigen die<br \/>\nBelebung am Arbeitsmarkt. Wie ist die Lage in der Finanzindustrie? Was bringt<br \/>\ndas zweite Halbjahr fu\u0308r den Arbeitsmarkt bei Banken und Versicherungen?<br \/>\nWelche Faktoren beeinflussen das Recruiting in der Finanzbranche, wo wird<br \/>\nnoch eingestellt? Und ist der Aufschwung von Dauer? eFinancialCareers hat drei<br \/>\nPraktiker zu ihren Ansichten befragt.<\/p>\n<p>Laut IW-Zeitarbeitsindex ist die Zahl der Zeitarbeitnehmer von Februar auf M\u00e4rz<br \/>\n2011 um 1,5 Prozent gesunken. Die meisten Zeitarbeitsfirmen melden aber<br \/>\ngestiegene Nachfrage. Wie passt das zusammen? Die Verleiher haben laut IW<br \/>\nzunehmend Probleme, ausreichend qualifiziertes Personal zu finden, die<br \/>\n\u00dcbernahme von Zeitarbeitern durch Kundenunternehmen scheint zu steigen.<br \/>\nEine u\u0308berdurchschnittliche \u00dcbernahmequote hat das IW bei kleinen, hoch<br \/>\nspezialisierten Zeitarbeitsfirmen festgestellt, die meist h\u00f6her qualifiziertes<br \/>\nPersonal vermitteln wie in der Finanzbranche. 89 Prozent der Zeitarbeitsfirmen<br \/>\nerwartet bis Herbst eine steigende Mitarbeiterzahl.<\/p>\n<p>Gesch\u00e4ftsklima am Finanzplatz ist sehr gut<\/p>\n<p>Dazu passt das gute Gesch\u00e4ftsklima in der deutschen Finanzbranche. Der<br \/>\nFinanzplatzindex des Center for Financial Studies an der Goethe-Universit\u00e4t in<br \/>\nFrankfurt ist im zweiten Quartal auf 115,9 Punkte gestiegen. Das ist das Niveau<br \/>\ndes Jahresbeginns 2008, die Lehman-Krise scheint u\u0308berwunden. Steigende<br \/>\nInvestitionen (+ 7,2 Punkte) und Mitarbeiterzahlen (+3,9 Punkte) melden vor<br \/>\nallem finanzplatzorientierte Dienstleister. Die Kerngruppe der Finanzinstitute<br \/>\nsamt B\u00f6rse hatte allerdings ru\u0308ckl\u00e4ufige Werte, abgesehen von den Investitionen.<br \/>\nHier liegen auch die Erwartungen fu\u0308r das zweite Quartal (111,6 Punkte) unter der<br \/>\nBeurteilung des ersten Quartals (112,3 Punkte), das allerdings<br \/>\nu\u0308berdurchschnittlich war.<\/p>\n<p>Sorgen macht die ku\u0308nftige Bedeutung des Finanzplatzes Deutschland: Eine<br \/>\nwichtige Rolle spielt neben der Diskussion um den B\u00f6rsenstandort<br \/>\nm\u00f6glicherweise auch die Unsicherheit u\u0308ber die ku\u0308nftige Struktur der deutschen<br \/>\nBankenindustrie, sagt CFS-Direktor Professor Dr. Jan Pieter Krahnen. Im ersten<br \/>\nQuartal war der CFS-Index fu\u0308r die Besch\u00e4ftigtenzahlen erstmals seit Oktober<br \/>\n2008 u\u0308ber den Stand von 100 Punkten geklettert dies ist das neutrale Niveau.<br \/>\nMaximal kann der Index den Wert von 150 Punkten annehmen, das Minimum<br \/>\nsind 50 Punkte.<\/p>\n<p>Fusionen kosten Jobs<\/p>\n<p>Die Fusion aus Deutscher B\u00f6rse und NYSE ist derzeit in Frankfurt<br \/>\nbeherrschendes Thema. Nicht nur Gewerkschaften und Betriebsrat, auch<br \/>\nVertreter der Politik aus Stadt und Land befu\u0308rchten Stellenabbau in vierstelliger<br \/>\nH\u00f6he. Die Deutsche B\u00f6rse dementiert und nannte diese Zahl v\u00f6llig u\u0308berzogen &#8211;<br \/>\nwas letztlich hei\u00dft: Es wird abgebaut, aber weniger. Auch anderweitig ist<br \/>\nStellenabbau ein Thema, dem guten Klima zum Trotz: Versicherer Talanx will<br \/>\nlaut Medieninformationen 1000 Stellen kappen. Das Unternehmen hat<br \/>\nKu\u0308rzungen best\u00e4tigt, aber keine H\u00f6he genannt. Bei der Commerzbank sind bis<br \/>\nEnde M\u00e4rz 5300 Mitarbeiter weggefallen, insgesamt ist ein Abbau von 7400<br \/>\nStellen bereits vereinbart. Das bedeutet aber auch, dass noch weitere 1600<br \/>\nAngestellte gehen mu\u0308ssen, um das im Zuge der Dresdnerbernahme<br \/>\nangeku\u0308ndigte Sparziel von 9000 Stellen bis Ende 2012 zu erreichen.<br \/>\nSchwerpunkte des Abbaus sind Privatkundengesch\u00e4ft und Investmentbanking,<br \/>\ngeschont werden die Gesch\u00e4fte in Osteuropa und mit dem Mittelstand.<\/p>\n<p>Auch die LBBW reduziert Personal. Angeku\u0308ndigt sind Einsparungen von 2500<br \/>\nStellen bis 2013, davon waren 1250 bis Ende April bereits vereinbart. Fehlen<br \/>\nalso noch 1250 Stellen, nachdem 2010 bereits fast 600 entfallen sind. \u00c4hnlich<br \/>\ndie WestLB, die 2010 fast 500 Stellen strich. Hier scheinen sich Vorstand und<br \/>\nMehrheitseigentu\u0308mer aber noch nicht einig u\u0308ber die ku\u0308nftige Ausrichtung, von<br \/>\nder auch der Personalbestand abh\u00e4ngt. Derzeit sind Streichungen zwischen<br \/>\n1500 und 3000 Stellen in der Diskussion. Auch die Deka-Bank spart beim<br \/>\nPersonal, wenn auch in viel geringerem Umfang: Insgesamt 350 Stellen sollen<br \/>\nbis Jahresende auf freiwilliger Basis entfallen, u\u0308ber 230 Mitarbeiter haben bereits<br \/>\nein Angebot angenommen. Stellenabbau gibt es paradoxerweise auch dann,<br \/>\nwenn Mitarbeiterzahlen steigen, wie die HypoVereinsbank 2010 zeigte. Offiziell<br \/>\nlegte die Mitarbeiterzahl um 1,4 Prozent oder 1000 Stellen zu. Der Grund war<br \/>\naber nur ein erweiterter Konsolidierungskreis. Tatschlich sind gut 100 Jobs im<br \/>\nInvestmentbanking, u\u0308ber 370 im Privatkundengesch\u00e4ft und fast 330 bei<br \/>\nGesch\u00e4ftskunden gespart worden, in Summe genau 800 Stellen.<\/p>\n<p>Banken expandieren und stellen ein<\/p>\n<p>Aber es gibt auch die guten Nachrichten: Die europ\u00e4ische Versicherungsaufsicht<br \/>\nEiopa wird bis Ende 2011 gut 20 Stellen in Frankfurt schaffen, bis 2014 weitere<br \/>\n70. Der Bundesverband Deutscher Unternehmensberater erwartet 2011 ein<br \/>\nUmsatzplus von 10 Prozent fu\u0308r Personalberater aus dem Bankbereich und von<br \/>\n8,2 Prozent fu\u0308r auf Versicherungen spezialisierten Headhunter. Auch Credit<br \/>\nSuisse hat Stellenaufbau angeku\u0308ndigt, die gestiegenen regulatorischen<br \/>\nAnforderungen wu\u0308rden fu\u0308r 100 neue Jobs sorgen. Au\u00dferdem soll in den<br \/>\nBereichen Rohstoffe und Emerging Markets expandiert werden. UBS hat im<br \/>\nersten Quartal die Mitarbeiterzahl um fast 800 erh\u00f6ht und die Targobank plant<br \/>\nzehn neuen Filialen und sucht derzeit 140 Mitarbeiter fu\u0308r die<br \/>\nVerm\u00f6gensverwaltung. In Frankfurt hat die staatliche KfW im Mai ein neues<br \/>\nErweiterungsgeb\u00e4ude fu\u0308r 440 Mitarbeiter eingeweiht.<\/p>\n<p>Auch die Deutsche Bank als nationaler Branchenprimus und auch global<br \/>\nfu\u0308hrendes Institut ist auf Wachstum beim Personal eingestellt. Anke Kirn, Leiterin<br \/>\nResourcing Deutschland sagt: Wir sind mit der \u00dcbernahme von Postbank, Sal.<br \/>\nOppenheim sowie Teilen des Firmenkundengesch\u00e4fts von ABN Amro in den<br \/>\nNiederlanden beim Personal in allen Gesch\u00e4fts- und Infrastrukturbereichen sehr<br \/>\ngut aufgestellt. Ende 2010 betrug die Anzahl der Mitarbeiter im Deutsche Bank-<br \/>\nKonzern mehr als 102.000 Vollzeitstellen. Trotzdem stellt die Bank weiter ein und<br \/>\nsucht vor allem junges Personal: Im Interesse einer langfristigen<br \/>\nNachwuchsplanung stellt die Deutsche Bank weltweit jedes Jahr etwa 700<br \/>\nTrainees fu\u0308r ihre Gesch\u00e4fts- und Infrastrukturbereiche ein, davon etwa 200 in<br \/>\nDeutschland, so Kirn. Rund die H\u00e4lfte der Trainees arbeitet in der<br \/>\nKundenberatung oder in beratungsnahen Bereichen. Derzeit suchen wir noch<br \/>\netwa 25 Trainees fu\u0308r einen Einstieg bis September 2011, und zwar fu\u0308r das<br \/>\nPrivatkundengesch\u00e4ft, fu\u0308r Group Technology und fu\u0308r Asset Management.<br \/>\nZus\u00e4tzlich stellen wir in Deutschland jedes Jahr rund 600 junge Frauen und<br \/>\nM\u00e4nner als Auszubildende ein. Berufserfahrene Mitarbeiter unterschiedlicher<br \/>\nKarrierestufen rekrutiert die Deutsche Bank je nach Bedarf, genaue Angaben<br \/>\ndazu machte Kirn nicht. Bei der Vergu\u0308tung orientiert sich das Institut an der<br \/>\nLeistung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und dem Wettbewerb. Generell gilt<br \/>\nfu\u0308r das Vergu\u0308tungssystem: mehr fix im Verh\u00e4ltnis zu variabel, Boni werden u\u0308ber<br \/>\nmehrere Jahre gestreckt, ein gr\u00f6\u00dferer Anteil der Boni wird in Form von Aktien<br \/>\ngezahlt, die Bank hat Claw-Back-Klauseln zur Ru\u0308ckforderung von Boni, zahlt<br \/>\nkeine Garantie-Boni und achtet generell auf eine Entkoppelung von<br \/>\nRisikobereitschaft und Vergu\u0308tung.<\/p>\n<p>Umbau der Bankenlandschaft bringt Jobs bei Beratungen<\/p>\n<p>Die Umstrukturierungen und Fusionen bei den Banken sorgen in der<br \/>\nBeratungsbranche fu\u0308r hohen Personalbedarf. Das berichten Aleksander<br \/>\nMontalbetti vom Frankfurter Executive Search-Unternehmen Montalbetti<br \/>\nAssociates und <strong>Verena van de Weyer<\/strong> von der <strong>Frankfurter Executive Search-<br \/>\nFirma Fricke Finance &#038; Legal<\/strong>. Den Angaben nach profitieren alle Sparten der<br \/>\nBeraterbranche. Strategieberatungen ebenso wie eher technologie-orientierte<br \/>\nBerater suchen zum Teil h\u00e4nderingend nach neuem Personal. Gefragt sind vor<br \/>\nallem Senior Berater und Projektleiter mit Berufserfahrung von vier bis acht<br \/>\nJahren, inhaltlich sind Controlling, regulatorische Themen, Steuern und Capital<br \/>\nMarkets, sowie die Implementierung bzw. Integration von IT-Systemen und die<br \/>\nOptimierung von Arbeitsprozessen gefragt.<\/p>\n<p>Auch Konstantin A. Werner, Director bei Michael Page International in Frankfurt,<br \/>\nsieht gro\u00dfen Personalbedarf, insbesondere in den Bereichen<br \/>\nFinance\/Controlling, HR und im Ingenieurbereich. Und zwar auch interim u\u0308ber<br \/>\ndie gesamte Wertsch\u00f6pfungskette, sogar Marketingpositionen sind aktuell stark<br \/>\nnachgefragt, sagt Werner. Die Personalbudgets in der Finanzbranche sind durch<br \/>\nden generell knappen Expertenmarkt, weitere Internationalisierung und etliche<br \/>\nIntegrationsaufgaben wie etwa bei Commerzbank und Dresdner Bank sowohl fu\u0308r<br \/>\nFestanstellungen als auch fu\u0308r Freelancereins\u00e4tze gestiegen. Diese Post-Merger-<br \/>\nSituationen sorgten fu\u0308r eine sehr hohe Nachfrage nach IT-Kr\u00e4ften. In den<br \/>\ninternen Bereichen wie etwa Risk Management oder Advisory werde verst\u00e4rkt<br \/>\nauf Industrie- und Bankenseite eingestellt, auch bei Beratungsgesellschaften.<br \/>\nDer Grund dafu\u0308r sind die herrschenden politischen, \u00f6konomische und<br \/>\nFinanzrisiken, erkl\u00e4rt Werner. Im Bereich Sales h\u00e4tten derzeit sowohl erfahrene<br \/>\nExperten mit entsprechenden Honorarvorstellungen als auch der hungrige<br \/>\nNachwuchs Chancen. Das ist sehr branchenspezifisch. Neue, dynamische<br \/>\nIndustrien bevorzugen karrierebewusste Young Professionals. Etablierte<br \/>\nUnternehmen m\u00f6chten h\u00e4ufig eine heterogene Teamkonstellation erreichen.<br \/>\nErfahrene Mitarbeiter bringen h\u00e4ufig ein belastbares Netzwerk mit, wechseln<br \/>\nallerdings auch eher nur bei einem tatschlichen Gehaltssprung. Generell<br \/>\ntendieren Unternehmen au\u00dferhalb des klassischen Private Equity Umfelds<br \/>\nderzeit zu h\u00f6heren Fixgeh\u00e4ltern und angepassten Boni, so die Erfahrungen von<br \/>\nWerner. Das gilt sogar fu\u0308r namhafte deutsche Banken, fu\u0308gt er hinzu.<\/p>\n<p>Sparkassen und Versicherungswirtschaft weitgehend stabil<\/p>\n<p>Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband erwartet fu\u0308r 2011 und 2012 eine<br \/>\nstabile Entwicklung im Personalbereich mit weitere St\u00e4rkung des<br \/>\nVertriebssektors. Fr die Landesbanken sei eine Tendenzaussage allerdings nicht<br \/>\nm\u00f6glich, so der Verband weiter, da die Entwicklung in den einzelnen Instituten<br \/>\nunterschiedlich verlaufen werde: Teils steht die Konsolidierung im Vordergrund,<br \/>\nteils gibt es stabile Entwicklungen bis zu moderatem Ausbau. Bei den deutschen<br \/>\nErst- und Ru\u0308ckversicherern ist nach Auskunft von Dr. Michael Gold,<br \/>\nGesch\u00e4ftsfu\u0308hrer beim Arbeitgeberverband der Versicherungsunternehmen in<br \/>\nDeutschland fu\u0308r 2011 mit einem leichten Ru\u0308ckgang der Besch\u00e4ftigung im<br \/>\nInnendienst zu rechnen, w\u00e4hrend beim angestellten Auendienst per Saldo eine<br \/>\nschwarze Null zu erwarten ist. Fu\u0308r 2011 planen die Unternehmen erneut eine<br \/>\nAusweitung ihrer Ausbildungsaktivit\u00e4ten, vorausgesetzt sie schaffen es, den<br \/>\nGro\u00dfteil der angebotenen Ausbildungspl\u00e4tze zu besetzen, was bereits 2010 in<br \/>\neinigen Regionen problematisch war.<\/p>\n<p>Die Versicherer suchen demnach in den Bereichen Risikomanagement,<br \/>\nControlling, Rechnungslegung, Compliance, IT sowie Produktentwicklung<br \/>\nu\u0308berdurchschnittlich viele neue Mitarbeiter. Auch Mitarbeiter mit Interesse am<br \/>\nVertrieb und mit hoher Kundenorientierung haben nach Meinung von Dr. Gold<br \/>\nsehr gute Einstiegschancen in der Branche. Von Ku\u0308rzungen betroffen seien<br \/>\ninsbesondere die Bereiche, in denen Abl\u00e4ufe zunehmend standardisiert und<br \/>\nautomatisiert werden. Zugleich werde der Arbeitsmarkt in der<br \/>\nVersicherungsbranche in bestimmten Bereichen bereits durch deutlichen<br \/>\nFachkr\u00e4ftemangel gepr\u00e4gt. Aktuare und Mathematiker werden teilweise<br \/>\nh\u00e4nderingend gesucht, sagt Gold.<\/p>\n<p>Der demografische Wandel werde vor der Versicherungswirtschaft nicht halt<br \/>\nmachen, die Gewinnung geeigneter Nachwuchskr\u00e4fte (Auszubildende und<br \/>\nHochschulabsolventen) stelle die Unternehmen vor eine zunehmende<br \/>\nHerausforderung.<\/p>\n<p>Neue Bankenkrise am Horizont?<\/p>\n<p>Ein warnender Ausblick in die Zukunft kommt von Senior Research Fellow Dr.<br \/>\nDirk Rudolph von der Frankfurt School of Finance &#038; Management (FSFM)<br \/>\nobwohl der von ihm herausgegebene Arbeitsmarktindex Frax gerade neue<br \/>\nH\u00f6chstst\u00e4nde erklimmt. Vor allem die Institute, die klassisches Banking betreiben<br \/>\nalso Sparkassen und Genossenschaftsbanken sind gut durch die Krise<br \/>\ngekommen, sagt der Wissenschaftler. Allerdings seien die Aussichten derzeit<br \/>\ninsgesamt sehr unklar trotz des aktuell guten Arbeitsmarktes. Viele offene<br \/>\nStellen klingt erst einmal gut, so Rudolph, aber ob die auch wirklich alle besetzt<br \/>\nwerden ist noch nicht raus. Wenn es 2011 kein gro\u00dfes Erdbeben im<br \/>\nFinanzbereich gibt, insbesondere wenn die USA ihre Verschuldung in den Griff<br \/>\nbekommen, dann werde 2011 wohl mit einem Plus bei den Stellen enden. Die<br \/>\nAussichten daru\u0308ber hinaus aber seien sehr unsicher: Solange einige der Banken<br \/>\nin extrem risikoreiche Staatspapiere investieren, sind Prognosen zu ihrer<br \/>\nGesch\u00e4fts- und Besch\u00e4ftigungsentwicklung kaum m\u00f6glich. Einige Banken haben<br \/>\noffenbar zu wenig aus der letzten Bankenkrise gelernt. Und da es kaum<br \/>\nunabh\u00e4ngige Ursachenanalysen gibt, steht uns vermutlich die n\u00e4chste<br \/>\nBankenkrise bald ins Haus, fu\u0308rchtet Rudolph. Ob die noch 2011 oder erst 2012<br \/>\noder 2013 komme, lasse sich derzeit kaum absch\u00e4tzen. Aber eines sei klar: Mit<br \/>\neiner Verz\u00f6gerung von ein paar Monaten macht sich das dann auch am<br \/>\nArbeitsmarkt bemerkbar, wei\u00df der Wissenschaftler.<\/p>\n<p>Derzeit aber brummt der Arbeitsmarkt in der Finanzindustrie. Der<br \/>\nArbeitsmarktindex Frax von Rudolph misst seit Juli 2007 monatlich die<br \/>\nVer\u00e4nderung der offenen Stellen bei deutschen Banken, indem er die<br \/>\nVer\u00f6ffentlichungen in spezialisierten Jobb\u00f6rsen darunter auch<br \/>\neFinancialCareers z\u00e4hlt. Rudolph berichtet aktuell von einer sehr guten<br \/>\nArbeitsmarktsituation, der Mai-Indikator fu\u0308r den April ist auf u\u0308ber 120 Punkte<br \/>\ngestiegen der h\u00f6chste Wert seit Einfu\u0308hrung und fast doppelt so hoch wie der<br \/>\nTiefststand im M\u00e4rz 2009. Der Indikator fu\u0308r den Mai wird Mitte Juni ver\u00f6ffentlicht,<br \/>\nlaut Rudolph zeichnet sich aber bereits ab, dass es weiter viele offene Stellen in<br \/>\nder Branche gibt. Seit November 2010 legt der Frax kontinuierlich zu.<br \/>\nInsbesondere seit Februar steigt er sehr stark und signalisiert eine deutliche<br \/>\nErholung. Alleine im Februar ist er um 20 Prozent gegenu\u0308ber dem Vormonat<br \/>\ngestiegen der h\u00f6chste Anstieg offener Stellen im Finanzbereich seit Start des<br \/>\nIndikators.<\/p>\n<p>Fazit Licht und Schatten<\/p>\n<p>Der Arbeitsmarkt in der Finanzbranche l\u00e4sst sich derzeit nicht mit einer einzigen<br \/>\nBewertung fassen. Trotz vielerorts wieder guter Gesch\u00e4ftszahlen sorgen<br \/>\nStrukturanpassungen und Merger weiter fu\u0308r Stellenabbau. Andererseits gibt es<br \/>\naber auch Bereiche im Arbeitsmarkt, die genau davon profitieren. Und Banken<br \/>\nwie Versicherer setzen weiter auf den Nachwuchs, bilden aus und sind teils<br \/>\nsogar h\u00e4nderingend auf der Suche nach den passenden Bewerbern. Und auch<br \/>\nnach erfahrenen Kr\u00e4ften mit dem passenden Profil. Dass weiterhin hohe Risiken<br \/>\nbestehen spiegelt sich nicht zuletzt in den t\u00e4glichen Nachrichten aber wer genau<br \/>\nhinsieht und gut positioniert ist kann, das zeigen die Aussagen von Praktikern,<br \/>\nsich behaupten und profitieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Arbeitslosenzahl in Deutschland ist w\u00e4hrend der ersten Jahresh\u00e4lfte 2011 <a href=\"https:\/\/f-finance.de\/en\/banking-jobs-2011-aktuelle-trends-aus-dem-arbeitsmarkt-der-finanzindustrie\/\">&#8230; <br \/><span class=\"mehr-link\"><br \/>\u2192 Zum Artikel<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[],"tags":[],"class_list":["post-1389","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/f-finance.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1389","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/f-finance.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/f-finance.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/f-finance.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/f-finance.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1389"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/f-finance.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1389\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1390,"href":"https:\/\/f-finance.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1389\/revisions\/1390"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/f-finance.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1389"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/f-finance.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1389"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/f-finance.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1389"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}