{"id":1364,"date":"2011-11-19T09:30:53","date_gmt":"2011-11-19T08:30:53","guid":{"rendered":"https:\/\/f-finance.de\/?p=1364"},"modified":"2023-10-19T09:34:59","modified_gmt":"2023-10-19T07:34:59","slug":"everything-poerfect-wahrheit-und-luege-rund-um-die-englischkenntnisse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/f-finance.de\/en\/everything-poerfect-wahrheit-und-luege-rund-um-die-englischkenntnisse\/","title":{"rendered":"Everything p\u00f6rfect: Wahrheit und Lu\u0308ge rund um die Englischkenntnisse"},"content":{"rendered":"<p><em>eFinancialCareers.de<\/em><\/p>\n<p>Nirgends wird im Lebenslauf so viel geschummelt wie bei den<br \/>\nSprachkenntnissen. Zu diesem Ergebnis kommt jedenfalls eine Umfrage des<br \/>\nBeratungsunternehmens Robert Half unter Personalprofis. Demnach gaben 43<br \/>\nProzent der Befragten an, dass bei den Sprachkenntnissen am ehesten<br \/>\nu\u0308bertrieben werde.<\/p>\n<p>\u201eViele Kandidaten u\u0308bersch\u00e4tzen ihre Englischkenntnisse ma\u00dflos\u201c, beobachtet<br \/>\nauch Executive Search-Expertin Mirja Linke von Deininger Consulting. Denn in<br \/>\nder englischen Sprache werde das Konversationsniveau schneller erreicht als<br \/>\nbeispielsweise in Franz\u00f6sisch. \u201eWenn die Konzernsprache jedoch Englisch ist<br \/>\nund komplexere Sachverhalte besprochen werden mu\u0308ssen, dann reichen solche<br \/>\nKenntnisse nicht mehr aus\u201c, erg\u00e4nzt Linke.<\/p>\n<p>Zwar r\u00e4t Linke jedem, m\u00f6glichst gute Englischkenntnisse zu erwerben, dennoch<br \/>\nmu\u0308sse die Sprache nicht immer perfekt beherrscht werden. \u201eOftmals sprechen<br \/>\nSie mit Leuten, die ebenfalls keine Muttersprachler sind. Dann f\u00e4llt vieles<br \/>\nleichter\u201c, erg\u00e4nzt Linke.<\/p>\n<p>Auch eine Frage der Unternehmenskultur<\/p>\n<p>Laut <strong>Patrick Riske<\/strong> von <strong>Fricke Finance &#038; Legal<\/strong> fallen die Anforderungen<br \/>\nunterschiedlich aus. \u201eDas kommt ganz auf die Funktionsbereiche und auch die<br \/>\nUnternehmen an\u201c, erkl\u00e4rt der Executive Search-Experte. Wer z.B. bei<br \/>\neinschl\u00e4gigen deutschen H\u00e4usern in Funktionen arbeitet, die kaum internationale<br \/>\nKontakte erfordern, komme oftmals mit Schulkenntnissen zurecht.<\/p>\n<p>Bei angels\u00e4chsischen Instituten fu\u0308hre an Englischkenntnissen indes kein Weg<br \/>\nvorbei \u2013 selbst wenn dies fu\u0308r den eigentlichen Job gar nicht erforderlich w\u00e4re.<br \/>\n\u201eDa geht es vielmehr um die Frage: Passt Du zu unserer Unternehmenskultur<br \/>\noder nicht\u201c, erg\u00e4nzt Riske.<\/p>\n<p>Stellenanzeigen fordern exzellente Englischkenntnisse, obgleich das fu\u0308r den Job<br \/>\nnicht erforderlich ist<\/p>\n<p>Headhunter Gunnar Belden von DIS Consulting beobachtet, dass in vielen<br \/>\nJobanzeigen standardm\u00e4\u00dfig erstklassige Englischkenntnisse verlangt werden,<br \/>\nobgleich dies fu\u0308r den Job keinesfalls zwingend erforderlich ist. Wenn Kandidaten<br \/>\ndann ihre Kenntnisse wahrheitsgem\u00e4\u00df als \u201enicht verhandlungssicher\u201c bewerten,<br \/>\nmu\u0308sse dies nicht unbedingt ein Ausscheiden im Bewerbungsprozess mit sich<br \/>\nbringen.<\/p>\n<p>Riske betont, dass sich nicht jeder Arbeitgeber auf die Angaben im Lebenslauf<br \/>\nverlasse. Manche Bewerber schrieben \u201everhandlungssicher\u201c und k\u00f6nnten sich<br \/>\nkaum verst\u00e4ndlich machen, andere bewerten ihre Englischkenntnisse als<br \/>\n\u201ebefriedigend\u201c und beherrschen die Sprache souver\u00e4n.<\/p>\n<p>Englischkenntnisse lassen sich an Arbeitgebern und Auslandsaufenthalten<br \/>\nablesen<\/p>\n<p>\u201eRecruiter achten im Lebenslauf vor allem auf zwei Punkte, um die<br \/>\nEnglischkenntnisse eines Kandidaten abzusch\u00e4tzen: Hat der Kandidat bei einem<br \/>\ninternationalen Haus gearbeitet oder hat er l\u00e4ngere Auslandsaufenthalte<br \/>\nabsolviert\u201c, erg\u00e4nzt Riske. Doch auch dies sei kein Garant fu\u0308r gute<br \/>\nEnglischkenntnisse. Im Zweifelsfall werde im Vorstellungsgespr\u00e4ch einfach zu<br \/>\nEnglisch u\u0308bergegangen.<\/p>\n<p>Auch Belden r\u00e4t von falschen Angaben dringend ab. \u201eEs geh\u00f6rt heute zum<br \/>\nStandardprogramm eines guten Vorstellungsgespr\u00e4chs, dass Sprachkenntnisse<br \/>\nabgefragt werden. Wenn die Angaben aus dem Lebenslauf nicht stimmen, bringt<br \/>\ndas beide Seiten in Verlegenheit\u201c, erg\u00e4nzt der Headhunter. Bei DIS Consulting<br \/>\nwerde in jedem Bewerbungsgespr\u00e4ch Englisch gesprochen.<\/p>\n<p>Crashkurs stellt keine L\u00f6sung dar<\/p>\n<p>Allerdings gebe es keine einheitliche Sprachregelung zur Bewertung von<br \/>\nSprachkenntnissen. Belden r\u00e4t zu dem Fu\u0308nferschema: Muttersprache,<br \/>\nverhandlungssicher (arbeitsf\u00e4hig auf dem Niveau eines Muttersprachlers),<br \/>\nflie\u00dfend (in der Lage auf Englisch zu arbeiten), gut (kann sich sicher<br \/>\nverst\u00e4ndigen) und Grundkenntnisse (es reicht zum Austausch von<br \/>\nH\u00f6flichkeitsformeln). Weniger h\u00e4lt Belden von Unterscheidungen wie<br \/>\n\u201egesprochen, geh\u00f6rt, geschrieben\u201c, da dies nur fu\u0308r zus\u00e4tzliche Verwirrung sorge.<\/p>\n<p>Riske berichtet von einem weiteren Problem: \u201eIch erlebe es immer wieder, dass<br \/>\nKandidaten sagen, dass sie bis zum Arbeitsantritt noch Englisch in einem<br \/>\nCrashkurs lernen k\u00f6nnten\u201c. Diese Strategie sei indes zum Scheitern verdammt.<br \/>\n\u201eDarauf l\u00e4sst sich kein Arbeitgeber ein. Es z\u00e4hlt allein der Ist-Stand.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>eFinancialCareers.de Nirgends wird im Lebenslauf so viel geschummelt wie bei <a href=\"https:\/\/f-finance.de\/en\/everything-poerfect-wahrheit-und-luege-rund-um-die-englischkenntnisse\/\">&#8230; <br \/><span class=\"mehr-link\"><br \/>\u2192 Zum Artikel<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[],"tags":[],"class_list":["post-1364","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/f-finance.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1364","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/f-finance.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/f-finance.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/f-finance.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/f-finance.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1364"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/f-finance.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1364\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1365,"href":"https:\/\/f-finance.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1364\/revisions\/1365"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/f-finance.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1364"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/f-finance.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1364"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/f-finance.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1364"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}