{"id":1338,"date":"2013-01-16T11:44:20","date_gmt":"2013-01-16T10:44:20","guid":{"rendered":"https:\/\/f-finance.de\/?p=1338"},"modified":"2023-10-16T11:47:06","modified_gmt":"2023-10-16T09:47:06","slug":"selters-statt-sekt-was-deutsche-headhunter-fuer-2013-erwarten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/f-finance.de\/en\/selters-statt-sekt-was-deutsche-headhunter-fuer-2013-erwarten\/","title":{"rendered":"Selters statt Sekt: Was deutsche Headhunter fu\u0308r 2013 erwarten"},"content":{"rendered":"<p><em>eFinancialCareers.de<\/em><\/p>\n<p>Falls sich der Arbeitsmarkt fu\u0308r Finanzprofis an den Kapitalma\u0308rkten orientiert, mu\u0308sste eigentlich Jubelstimmung herrschen. Denn allein der DAX schoss in 2012 raketengleich um stolze 26 Prozent auf 7656 Punkte nach oben und ist damit lediglich 6 Prozent von seinem Allzeithoch bei 8152 Punkten aus dem Sommer 2007 entfernt. Und auch die Euro-Anleihenma\u0308rkte haben sich seit dem Sommer 2012 spu\u0308rbar erholt. Dennoch sind die meisten Financial Services- Recruiter in Deutschland weit von einer Feierlaune entfernt. Dort hei\u00dft es vielmehr: Selters statt Sekt.<br \/>\nZumindest einige Chancen scheint es im Asset Management noch zu geben<\/p>\n<p>So fu\u0308rchtet Headhunter <strong>Patrick Riske<\/strong> von <strong>Fricke Finance &#038; Legal<\/strong> in Frankfurt, dass die Aktienrallye \u201eausgereizt\u201c sein ko\u0308nne. \u201eWenn die Ma\u0308rkte wieder fallen, dann du\u0308rfte der Kostendruck auch bei Asset Managern wieder steigen\u201c, erla\u0308utert Riske. Denn die Ertra\u0308ge bemessen sich vornehmlich an der Ho\u0308he der Assets under Management. Aus diesem Grund ko\u0308nne die Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt fu\u0308r Finanzprofis in 2013 sogar noch schlechter als im alten Jahr ausfallen.<\/p>\n<p>Wesentlich optimistischer zeigt sich dagegen Manuel Rehwald von BiermannPartners in Frankfurt. \u201eEigentlich bin ich fu\u0308r das neue Jahr recht positiv gestimmt. Im Asset und Wealth Management wird weiterhin eingestellt\u201c, beobachtet Rehwald. Im Vordergrund stu\u0308nden dabei Vertriebs- und Marketing- Positionen. \u201eUnternehmen sind weiterhin offen fu\u0308r gute Talente\u201c, erga\u0308nzt Rehwald.<\/p>\n<p>\u201eDas Asset Mangement stellt noch ein, wobei sich die Branche in der Konsolidierung befindet\u201c, meint auch Headhunter Rolf Behrens von Banking Consult in Bad Nauheim bei Frankfurt. Allerdings wu\u0308rden weniger Portfolio Manager fu\u0308r europa\u0308ische Aktien gesucht, als Spezialisten fu\u0308r Total Return, Quantitatives Fondsmanagement sowie Vertriebsprofis.<\/p>\n<p>Riske erga\u0308nzt: \u201eEinen kleinen Trend wu\u0308rden wir u\u0308brigens in Sachwerten (als Assetklasse) sehen; d.h. beispielsweise im Bereich Real Estate geht wieder etwas mehr, weil das Transaktionsvolumen zunimmt.\u201c<\/p>\n<p>Es wird nur noch punktuell eingestellt<\/p>\n<p>\u201eEs gibt keine gro\u00dfen Einstellungstrends auf dem Arbeitsmarkt. Es finden hauptsa\u0308chlich Nachbesetzungen von Stellen statt\u201c, beobachtet Riske weiter. Selbst die Nachfrage nach den Klassikern der ju\u0308ngsten Vergangenheit wie Vertriebspositionen und Regulierung habe nachgelassen. \u201eEs fehlt einfach die Quantita\u0308t in der Nachfrage\u201c, erga\u0308nzt Riske.<\/p>\n<p>Ganz a\u0308hnlich sieht dies Headhunter Andreas Weik von Heads! in Ko\u0308nigstein bei Frankfurt: \u201eEs ist sehr schwierig, eine Prognose abzugeben. Die Konsolidierung wird aber sicherlich weitergehen.\u201c Allerdings gebe es immer Positionen, die Banken nicht unbesetzt lassen ko\u0308nnen. \u201eNachbesetzungen von Spezialisten wird es immer geben\u201c, betont Weik. Die Arbeitgeber wu\u0308rden jedoch zuna\u0308chst versuchen Vakanzen intern oder u\u0308ber Netzwerke zu fu\u0308llen. \u201eDas spart Kosten\u201c, resu\u0308miert Weik.<\/p>\n<p>Du\u0308stere Aussichten fu\u0308rs Investmentbanking<\/p>\n<p>Obgleich Rehwald derzeit zu den optimistischeren Headhuntern za\u0308hlt, ha\u0308lt der Experte das Investmentbanking fu\u0308r ein \u201esehr schwieriges Thema\u201c. Die Nachfrage nach Investmentbanking-Produkten auf dem Retailmarkt sei gering, institutionelle Kunden ha\u0308tten mit der wachsenden Regulierung zu ka\u0308mpfen und au\u00dferdem halte der Trend zu vergleichsweise schlichten Produkten an. \u201eDafu\u0308r brauchen Banken weniger Personal\u201c, sagt Rehwald.<\/p>\n<p>M&#038;A- und Corporate Finance-Boutiquen schaffen noch Jobs<\/p>\n<p>\u201eDas M&#038;A-Gescha\u0308ft ist teilweise ru\u0308ckla\u0308ufig\u201c, beobachtet Behrens. Wa\u0308hrend die Gro\u00df- und Investmentbanken abbauen, werde bei Boutiquen noch Personal aufgebaut. \u201eTeilweise finden die von den Gro\u00dfbanken Freigesetzten bei kleineren Anbietern gleich wieder einen Job\u201c, erga\u0308nzt Behrens.<\/p>\n<p>Weik beobachtet einen breiteren Trend zu kleineren Einheiten. Abgesehen von M&#038;A- und Corporate Finance-Boutiquen werde es immer mehr \u201eNon regulated businesses\u201c geben. Auch die ersten Debt Funds ha\u0308tten zwischenzeitlich ihren Weg aus dem angelsa\u0308chsischem Raum nach Deutschland gefunden.<\/p>\n<p>Transaction Banking sucht weiter nach Personal<\/p>\n<p>Das Global Transaction Banking gilt als nicht sonderlich spannendes, aber als stabiles Gescha\u0308ft. Mit diesen Eigenschaften erfreut es sich im derzeitigen Umfeld bei Banken gro\u00dfer Beliebtheit. \u201eIm Transaction Banking und Cash Management, dort suchen die Gro\u00dfbanken noch nach Mitarbeitern\u201c, sagt Behrens.<\/p>\n<p>Beratungsgescha\u0308ft boomt weiter<\/p>\n<p>Eine vergleichsweise stabile Nachfrage beobachtet Mike Boetticher von der match personalberatung in Frankfurt bei den Professionell Services. \u201eDie Big 4 und Rechtsanwaltskanzleien suchen nach wie vor. Das wird sich auch in absehbarer Zeit nicht gro\u00df a\u0308ndern\u201c, sagt Boetticher. Allerdings habe hier der Nachfragedruck nachgelassen.<\/p>\n<p>Auch Headhunter Andreas Christl von talentspy in Mu\u0308nchen sieht anhaltende Nachfrage von den Beratungsgesellschaften. \u201eDie Big 4 wollen in die Strategieberatung einsteigen und die klassischen Strategieberatungen wollen sich breiter aufstellen. So versucht jeder, dem anderen ein Stu\u0308ck vom Kuchen abzujagen\u201c, erla\u0308utert Christl. Daru\u0308ber hinaus sei die Fluktuation in der Beratungsbranche traditionell recht hoch. Schon dadurch rei\u00dfe der Personalbedarf niemals ab.<\/p>\n<p>Immer mehr Unternehmen \u2013 auch jenseits der Finanzdienstleistungen \u2013 wu\u0308rden ihr Inhouse-Consulting versta\u0308rken. \u201eGerade Gro\u00dfunternehmen, die immer sehr viele Berater bescha\u0308ftigen, bauen Kapazita\u0308ten inhouse auf, um die hohen Tagessa\u0308tze der Beratungen zu umgehen\u201c, beobachtet Christl. Weiter wu\u0308rden immer ha\u0308ufiger ganze Beratungs-Teams den Arbeitgeber wechseln.<\/p>\n<p>Dagegen meint Weik, dass sich selbst die Beratungsbranche nicht dem Kostendruck entziehen ko\u0308nne. \u201eAuch die Banken stehen bei der Bescha\u0308ftigung von Beratern zunehmend auf der Kostenbremse\u201c, sagt Weik.<\/p>\n<p>Demographische Entwicklung sorgt fu\u0308r Nachfrage nach jungen Versicherungsprofis<\/p>\n<p>Schon seit Jahren ziehen die Versicherungen die Kostenschrauben an, weshalb es auch gro\u00dfe Personalabbauprogramme in der Branche gibt. Die besten Beispiele hierfu\u0308r sind Ergo in Du\u0308sseldorf und Axa in Ko\u0308ln. \u201eIn Zukunft wird es weniger Versicherungen geben\u201c, glaubt Boetticher. Mit der Konsolidierung werde die Bescha\u0308ftigung in der Branche ebenfalls sinken. Dennoch werde das Versicherungsgescha\u0308ft zumindest ju\u0308ngeren Leuten attraktive Perspektiven bieten.<\/p>\n<p>Denn Versicherungen wu\u0308rden im Vergleich zu Banken relativ viele a\u0308ltere Mitarbeiter bescha\u0308ftigen, die sukzessive in den Ruhestand wechseln. \u201eDaher sind junge Mitarbeiter mit zwei bis fu\u0308nf Jahren Berufserfahrung gesucht\u201c, beobachtet Boetticher. \u201eDer demographische Wandel wird mittelfristig noch zu Problemen fu\u0308hren\u201c, meint der Experte \u2013 zumal die Versicherungsbranche bei ju\u0308ngeren Leuten als eher langweilig verschrien sei.<\/p>\n<p>Die Klassiker: Legal und Compliance<\/p>\n<p>Kaum ein Monat vergeht, in dem sich Gesetzgeber und Aufsichtsbeho\u0308rden keine neuen Regulierungen ausdenken. Dies stellt einen wahren Jobmotor fu\u0308r entsprechende Profile dar. \u201eIn Legal und Compliance beobachten wir eine recht hohe Nachfrage nach den unterschiedlichsten Profilen. Senior oder Junior \u2013 ganz egal\u201c, erza\u0308hlt z.B. Rehwald. Auch Behrens registriert eine anhaltende Nachfrage nach Legal, Compliance und Risikomanagement.<\/p>\n<p>Familie und Privatleben gewinnen an Bedeutung<\/p>\n<p>Doch abgesehen von den Karriereaussichten beobachtet Rehwald bei den Kandidaten einen ganz anderen Trend. Durch die Vera\u0308nderung der Branche und die auf breiter Front fallenden Boni spielen finanzielle Anreize eine sinkende Rolle. \u201eEs wird immer schwieriger, einen Kandidaten fu\u0308r einen neuen Job von einem Umzug von Frankfurt nach Mu\u0308nchen oder umgekehrt zu bewegen\u201c, erza\u0308hlt Rehwald. Der Fokus verschiebe sich sukzessive von der Karriere zum Privatleben. Der geforderte Mentalita\u0308tswandel in der Branche sei bereits im Gange.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>eFinancialCareers.de Falls sich der Arbeitsmarkt fu\u0308r Finanzprofis an den Kapitalma\u0308rkten <a href=\"https:\/\/f-finance.de\/en\/selters-statt-sekt-was-deutsche-headhunter-fuer-2013-erwarten\/\">&#8230; <br \/><span class=\"mehr-link\"><br \/>\u2192 Zum Artikel<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[],"tags":[],"class_list":["post-1338","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/f-finance.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1338","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/f-finance.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/f-finance.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/f-finance.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/f-finance.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1338"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/f-finance.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1338\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1339,"href":"https:\/\/f-finance.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1338\/revisions\/1339"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/f-finance.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1338"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/f-finance.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1338"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/f-finance.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1338"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}