{"id":1336,"date":"2013-05-16T11:41:36","date_gmt":"2013-05-16T09:41:36","guid":{"rendered":"https:\/\/f-finance.de\/?p=1336"},"modified":"2023-10-16T11:44:04","modified_gmt":"2023-10-16T09:44:04","slug":"wie-sich-arbeitgeber-und-headhunter-das-perfekte-bewerbungs-foto-vorstellen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/f-finance.de\/en\/wie-sich-arbeitgeber-und-headhunter-das-perfekte-bewerbungs-foto-vorstellen\/","title":{"rendered":"Wie sich Arbeitgeber und Headhunter das perfekte Bewerbungs- foto vorstellen"},"content":{"rendered":"<p><em>eFinancialCareers.de<\/em><\/p>\n<p>Bewerbungsfotos sind wie Schnitzel oder Do\u0308ner. Wa\u0308hrend sie im deutschsprachigen Raum allgemein verbreitet sind, findet man sie in anderen La\u0308ndern eher selten. Laut dem Headhunter David Kitzinger von Badenoch &#038; Clark in Luxemburg, dem Bewerbungen aus den unterschiedlichsten La\u0308ndern auf den Tisch flattern, sind Bewerbungsfotos in den angelsa\u0308chsischen La\u0308ndern sogar verpo\u0308nt, ansonsten fu\u0308gen weniger als die Ha\u0308lfte der Bewerber Fotos bei. \u201eBei Bewerbungen aus Deutschland sind es aber immer noch 80 bis 90 Prozent\u201c, berichtet Kitzinger. \u201eUnd das sogar, wenn die Bewerbungen auf Englisch sind.\u201c<\/p>\n<p>Dagegen scha\u0308tzt Headhunter <strong>Patrick Riske<\/strong> von <strong>Fricke Finance &#038; Legal<\/strong> in Frankfurt, dass bei den Lebensla\u0308ufen in den Finanzdienstleistungen noch rund zwei Drittel ein Bewerbungsfoto aufweisen.<\/p>\n<p>Bewerbungsfoto stellen keine Pflicht mehr dar<\/p>\n<p>Fu\u0308r Kitzinger stellen Bewerbungsfotos somit auch keinen Pflichtbestandteil einer Bewerbung dar. \u201eWir geben zum Beispiel niemals einen Originallebenslauf an Kunden weiter. Vielmehr u\u0308berfu\u0308hren wir die Angaben in ein eigenes Format, wozu kein Foto geho\u0308rt\u201c, erza\u0308hlt Kitzinger.<\/p>\n<p>Auch das Antidiskriminierungs-Gesetz aus 2006 scheint der Popularita\u0308t von Bewerbungsfotos nichts anhaben zu ko\u0308nnen. \u201eIn Deutschland ist es nach wie vor verbreitet, seinen Lebenslauf mit einem Bewerbungsfoto zu versehen, Gleichwohl stellen wir von Union Investment u\u0308ber die letzten Jahre eine abnehmende Tendenz fest\u201c, erza\u0308hlt Sonja Albers, Leiterin des Bereichs Konzernpersonal bei Union Investment in Deutschland.<\/p>\n<p>Arbeitgeber stehen dennoch zum Bewerbungsfoto<\/p>\n<p>\u201eEin Bewerbungsfoto verleiht dem Lebenslauf ein Gesicht und kann \u2013 ein professionelles Bild vorausgesetzt \u2013 den positiven Eindruck der Unterlagen unterstreichen. Das Foto selbst ist allerdings kein Entscheidungskriterium. In erster Linie za\u0308hlt die Qualifikation, die sich aus den Unterlagen ergibt\u201c, betont Albers.<\/p>\n<p>Auch Riske empfiehlt Kandidaten weiterhin ein Foto dem Lebenslauf beizufu\u0308gen: \u201eNormalerweise kann man mit einem Foto nur gewinnen.\u201c Er habe schon Arbeitgeber gehabt, die nachtra\u0308glich tatsa\u0308chlich noch nach einem Foto gefragt haben. Denn ein Foto sage etwas u\u0308ber die Perso\u0308nlichkeit aus und ob ein Kandidat einem sympathisch ist.<\/p>\n<p>Durch Xing und LinkedIN erleben Bewerbungsfotos eine Renaissance<\/p>\n<p>Obgleich die Bewerbungsfotos nur noch im deutschsprachigen Raum im Einsatz sind, erlebt das eigene Konterfei bei Bewerbungen dennoch eine Renaissance. \u201eHeutzutage ist es so, dass man sich als Headhunter das Profil eines Bewerbers regelma\u0308\u00dfig auf Xing oder LinkedIN anschaut\u201c, sagt Kitzinger.<\/p>\n<p>Bitte keine Riesenfotos beifu\u0308gen<\/p>\n<p>Laut Kitzinger ist es bei deutschen Bewerbungen verbreitet, dem eigenen Lebenslauf ein Deckblatt beizufu\u0308gen, auf dem sich neben perso\u0308nlichen Angaben und Kontaktdaten ein \u2013 riesengro\u00dfes \u2013 Foto findet. \u201eDas gilt auch fu\u0308r Lebensla\u0308ufe, die elektronisch erstellt wurden\u201c, wundert sich Kitzinger. Der Experte empfiehlt, das Foto eher klein zu halten und am Rand des Lebenslaufes unterzubringen. Denn schlie\u00dflich handle es sich nur um eine Nebensache.<\/p>\n<p>Bewerbungsfotos mu\u0308ssen professionell sein<\/p>\n<p>Oftmals spricht bereits die Qualita\u0308t gegen Bewerbungsfotos. \u201eMerkwu\u0308rdigerweise sind die meisten Bewerbungsfotos so, dass Bewerber sie lieber weglassen sollten\u201c, betont Kitzinger. Der Headhunter ra\u0308t zu professionellen Bewerbungsfotos. Immer noch gebe es zu viele amateurhafte Fotos, die teilweise sogar unscharf seien. Bei den Fotos auf sozialen Medien zeigen sich die Leute sogar in Freizeit- oder Strandkleidung \u2013 was bei einem potenziellen Arbeitgeber selten gut ankomme. Vielmehr sei Business-Kleidung Pflicht.<\/p>\n<p>Laut Riske kommen schlechte oder unpassende Fotos immer wieder vor: \u201eManche Leute wollen durch ein ausgefallenes Foto aus der Masse der Bewerber herausstechen.\u201c In der konservativen Finanzbranche ka\u0308men derartige Extravaganzen selten gut an. \u201eMan sollte sich auf einem Bewerbungsfoto so pra\u0308sentieren, wie man es auch bei einem Vorstellungsgespra\u0308ch machen wu\u0308rde.\u201c<\/p>\n<p>Auch fu\u0308r Online-Bewerbungsfotos gelten professionelle Standards<\/p>\n<p>\u201eBei Bewerbungen fa\u0308llt der erste Blick unweigerlich auf ein beigefu\u0308gtes Foto. Dessen Wert darf daher nicht unterscha\u0308tzt werden. Gerade die Verlagerung der Bewerbung in den Online-Bereich verleitet leicht dazu, ein privates Bild am Computer selbst zurechtzuschneiden. Digitale Fotografie ist heute einfacher denn je und so entscheiden sich vermeintliche Hobbyfotografen nicht selten zu dieser schnellen und kostengu\u0308nstigen Variante\u201c, beobachtet Albers. \u201eDoch auch bei der Online-Bewerbung ist Sorgfalt geboten und weil der erste Eindruck za\u0308hlt, ist der Gang zum Profi unumga\u0308nglich.\u201c<\/p>\n<p>Bei den Damen ist oftmals weniger mehr<\/p>\n<p>Kitzinger beobachtet, dass vor allem weibliche Kandidaten gelegentlich zur Selbstdarstellung neigen. Weniger sei manchmal mehr. Riske sieht dies ganz a\u0308hnlich: \u201eWenn die Fotos 15 Jahre alt oder stark bearbeitet sind, dann entsprechen sie nicht der Realita\u0308t.\u201c Dies ko\u0308nne bei einem potenziellen Arbeitgeber negativ ankommen.<\/p>\n<p>Fotos mu\u0308ssen zu der Stelle passen, auf die Sie sich bewerben<\/p>\n<p>Wer sich bei einer jungen, trendigen Werbeagentur bewirbt, fu\u0308r den ist ein kreativeres, gewagteres Bewerbungsfoto geradezu Pflicht. Ganz anders in der eher konservativen Bankenbranche. \u201eWichtig beim Foto ist ein offener und direkter Blick sowie ein der Branche und Position angemessener Dresscode. Das Foto sollte daru\u0308ber hinaus aktuell sein, d.h. dem aktuellen Erscheinungsbild entsprechen. Ob das Foto schwarzwei\u00df oder bunt ist, spielt ebenso wenig eine Rolle wie das Format\u201c, ra\u0308t Albers.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>eFinancialCareers.de Bewerbungsfotos sind wie Schnitzel oder Do\u0308ner. 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