{"id":1332,"date":"2014-01-16T11:30:32","date_gmt":"2014-01-16T10:30:32","guid":{"rendered":"https:\/\/f-finance.de\/?p=1332"},"modified":"2023-10-16T11:33:31","modified_gmt":"2023-10-16T09:33:31","slug":"der-optimismus-ist-zurueck-was-deutsche-headhunter-fuer-2014-prognostizieren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/f-finance.de\/en\/der-optimismus-ist-zurueck-was-deutsche-headhunter-fuer-2014-prognostizieren\/","title":{"rendered":"Der Optimismus ist zuru\u0308ck: Was deutsche Headhunter fu\u0308r 2014 prognostizieren"},"content":{"rendered":"<p><em>eFinancialCareers.de<\/em><\/p>\n<p>Sobald die Banker ihren Bonus fu\u0308r das abgelaufene Jahr eingestrichen haben, beginnt fu\u0308r Headhunter die Hochsaison. Doch bevor Banken und andere Finanzdienstleister tatsa\u0308chlich zu Neueinstellungen schreiten, orientieren sie die Headhunter ihrer Wahl bereits u\u0308ber ihre anstehenden Pla\u0308ne. Von daher haben Personalvermittler ein feines Gespu\u0308r, was in den kommenden Monaten auf den Arbeitsmarkt zukommt. Wir haben mit einschla\u0308gigen Headhuntern aus Deutschland gesprochen.<\/p>\n<p>\u201eDie Personalplanung wird immer fru\u0308her umgesetzt\u201c, beobachtet Headhunter <strong>Thomas von Ciriacy-Wantrup<\/strong> von <strong>Fricke Finance &#038; Legal<\/strong> in Frankfurt. Wa\u0308hrend fru\u0308her erst im neuen Jahr die Unternehmen mit den Headhuntern sprachen, sei dies aktuell bereits im Dezember geschehen. \u201e2014 wird ein gutes Jahr werden. Der Jobmarkt wird deutlich in Bewegung geraten\u201c, prognostiziert von Ciracy-Wantrup. \u201eWir haben positive Signale erhalten.\u201c<\/p>\n<p>Bei M&#038;A-Analysten und Associates besteht hohe Nachfrage<\/p>\n<p>\u201eEs gibt eine extreme Lu\u0308cke im Junior-Bereich. Ob die in 2014 geschlossen werden kann, ist fraglich\u201c, meint die auf M&#038;A spezialisierte Headhunterin Sabrina Tamm aus Frankfurt. Einerseits ha\u0308tten die Banken in den zuru\u0308ckliegenden Jahren relativ wenige Berufseinsteiger angeheuert, andererseits wa\u0308ren viele Analysten und Associates zu Gro\u00dfunternehmen au\u00dferhalb der Finanzdienstleistungen gewechselt. \u201eDie gro\u00dfe Frage ist, ob auch mehr Senior Personal &#8211; ab den Direktoren aufwa\u0308rts \u2013 gesucht wird\u201c, erga\u0308nzt Tamm. Dazu mu\u0308sse das M&#038;A-Gescha\u0308ft erst deutlich anspringen. In vielen Teams wu\u0308rde die Personalpyramide gewisserma\u00dfen auf dem Kopf stehen. Das Verha\u0308ltnis von Fu\u0308hrungskra\u0308ften zu Junior-Personal sei recht ungu\u0308nstig.<\/p>\n<p>Headhunter Dirk Albu\u0308tz, der nach einem Jahr in London und sechs Monaten in Zu\u0308rich nach Frankfurt zuru\u0308ckgekehrt ist und sich mit der Fibance Executive Search Advisory selbsta\u0308ndig gemacht hat, sieht dies ganz a\u0308hnlich. Seit dem Beginn der Finanzkrise in 2008 wurden weniger Einsteiger von den gro\u00dfen Investmentbanken angeheuert. Folglich gebe es eine Lu\u0308cke von Fachkra\u0308ften mit fu\u0308nf bis sechs Jahren Berufserfahrung. \u201eDas ist einfache Mathematik\u201c, sagt Albu\u0308tz. Einzelne Banken seien derart verzweifelt, dass sie Kandidaten dieses Seniorita\u0308tslevels unabha\u0308ngig davon, auf welchen Branchensektor sie sich spezialisiert ha\u0308tten, einstellen wu\u0308rden. \u201eDas mu\u0308ssen Sie sich einmal vorstellen\u201c, kommentiert Albu\u0308tz.<\/p>\n<p>Fu\u0308r 2014 rechnet Albu\u0308tz mit wenigen gro\u00dfen Transaktionen. Ganz anders im Midcap-Bereich. \u201eEinzelne Ha\u0308user \u2013 insbesondere Auslandsbanken \u2013 fahren regelrechte Mittelstandsoffensiven\u201c, beobachtet Albu\u0308tz. Daher ha\u0308tten Kandidaten im Midcap-Gescha\u0308ft generell gute Chancen.<\/p>\n<p>In Private Equity und alternativen Investments geht\u2019s bergauf<\/p>\n<p>\u201eIm ganzen Private Equity-Sektor wird intensiv gesucht. Das gilt vor allem fu\u0308r Bereiche, die mit Immobilieninvestments zusammenha\u0308ngen\u201c, beobachtet von Ciriacy-Wantrup. Durch die Geldschwemme der Notenbanken und die niedrigen Zinsen seien derzeit Sachwerte wieder gefragt. Immer mehr Investoren kaufen den Banken problematische Wertpapiere und Finanzierungsportfolios ab, sogenannte \u201eDistressed Investments\u201c, darunter auch viele Immobilienfinanzierungen. Dafu\u0308r werden Fachkra\u0308fte gesucht, die sich damit auskennen.<\/p>\n<p>Laut Albu\u0308tz flie\u00dfe viel ausla\u0308ndisches Kapital in die starke deutsche Wirtschaft. Da die Aktienkurse bereits Rekordhochs erklommen haben und das Zinsniveau rekordniedrig ausfa\u0308llt, stro\u0308me viel Geld in alternative Anlagen wie etwa Private Equity.<\/p>\n<p>Aus diesem Grund wollen sich viele Private Equity-Fonds versta\u0308rken. \u201eDie Fonds ko\u0308nnen es sich aber immer noch leisten, bei der Rekrutierung sehr wa\u0308hlerisch vorzugehen. Es gibt einfach relativ viele interessierte und qualifizierte Kandidaten\u201c, erza\u0308hlt Albu\u0308tz. Denn die Branche sei immer noch sehr attraktiv. Mitarbeiter in Private Equity-Teams tru\u0308gen mehr Verantwortungen als in M&#038;A- Abteilungen. Daru\u0308ber hinaus wu\u0308rden PE-Mitarbeiter ab dem mittleren Seniorita\u0308tslevel neben Festgehalt und Bonus auch am \u201eCarried Interest\u201c beteiligt. Dabei handelt es sich um den Gewinn, den eine Private Equity-Gesellschaft bei der Vera\u0308u\u00dferung einer Investition erzielt.<\/p>\n<p>Noch mehr gesucht als Kandidaten aus den M&#038;A-Teams der einschla\u0308gigen Investmentbanken seien Bewerber, die auch schon einmal Berufserfahrung in einem Unternehmen gesammelt ha\u0308tten. \u201eDie haben in der Regel einen besseren U\u0308berblick u\u0308ber die Finanzierungsbedu\u0308rfnisse eines Unternehmens\u201c, sagt Albu\u0308tz.<\/p>\n<p>Equity Capital Markets immer noch schwierig<\/p>\n<p>Die Aktienkurse erklimmen einen Ho\u0308chststand nach dem anderen und eigentlich gibt es genug Unternehmen, die an einem Bo\u0308rsengang interessiert sind. Beste Voraussetzungen also fu\u0308r Equity Capital Markets (ECM) \u2013 sollte man meinen. Dennoch ist Albu\u0308tz skeptisch: \u201eBo\u0308rsenga\u0308nge scheitern in Deutschland ha\u0308ufig an dem komplizierten Strukturen des Prozederes, die seit dem Bo\u0308rsengang der Telekom 1996 nahezu unvera\u0308ndert geblieben sind. Das ist in Gro\u00dfbritannien alles viel einfacher.\u201c Das wirke sich natu\u0308rlich auch negativ auf die Fachkra\u0308ftenachfrage aus.<\/p>\n<p>Aufschwung im Asset Management geht weiter<\/p>\n<p>Dagegen profitiert das Asset Management von der positiven Stimmung an den Ma\u0308rkten. \u201eWir gehen davon aus, dass der Aufwa\u0308rtstrend aus der zweiten Jahresha\u0308lfte 2013 sich in den ersten beiden Quartalen 2014 fortsetzt\u201c, sagt Headhunter Carsten Kro\u0308hl von Heads! in Frankfurt, der aufs Asset Management spezialisiert ist. Im Frontoffice seien vor allem Sales fu\u0308r institutionelle Kunden und Wholesale gesucht. \u201eDoch auch im Portfoliomanagement sehen wir wieder Bewegung\u201c, erga\u0308nzt Kro\u0308hl. \u201eWenn erst einmal mehr im Frontoffice einstellt wird, dann folgen erfahrungsgema\u0308\u00df mit einiger Zeitverzo\u0308gerung auch Einstellungen im Middle- und Backoffice.\u201c<\/p>\n<p>Laut Headhunter Manuel Rehwald von Rehwald Associates in Frankfurt und Mu\u0308nchen verlangen insbesondere die institutionellen Kunden von Fondsgesellschaften eine qualitativ hochwertige Beratung. \u201eDaher werden in diesem Segment versta\u0308rkt Sales-Mitarbeiter gesucht, die nicht nur verkaufen, sondern vermehrt auch gut beraten ko\u0308nnen\u201c, erla\u0308utert Rehwald. Dies wirke sich auf nachgelagerte Funktionen wie zum Beispiel die Kundenbetreuung ebenfalls aus. Auch hier stiegen die Anforderungen. \u201eIm Wholesale-Bereich wird es in 2014 darum gehen, die bereits gewonnen Assets gegenu\u0308ber der Konkurrenz zu verteidigen, da auch in diesem Segment der Wettbewerb weiter zugenommen hat.\u201c<\/p>\n<p>EZB ra\u0308umt den Consulting-Arbeitsmarkt leer<\/p>\n<p>Die Europa\u0308ische Zentralbank (EZB) steht vor der Herkulesaufgabe, innerhalb von keinem Jahr 1000 Mitarbeiter fu\u0308r die neue europa\u0308ische Bankenaufsicht anzuheuern. Laut Headhunter Raphael Rosenfeld von Talentspy in Mu\u0308nchen wird die EZB fu\u0308r die Bereiche Risikomanagement, Compliance und Regulierung vermutlich reichlich Fachkra\u0308fte von den Wirtschaftsberatungen wie den Big 4 abwerben. Besonders gesucht wa\u0308ren Experten mit mittlerer Berufserfahrung von vielleicht vier bis acht Jahren.<\/p>\n<p>\u201eDas wird von den Beratern auch dankend angenommen werden\u201c, meint Rosenfeld. Denn bei der EZB mu\u0308ssten die Fachkra\u0308fte nicht la\u0308nger aus dem Koffer leben und die EZB besitze aus steuerlicher Sicht ein interessantes Gehaltsgefu\u0308ge.<\/p>\n<p>Wenn Mitarbeiter zur EZB wechseln, hinterlie\u00dfen sie bei ihrem alten Arbeitgeber Lu\u0308cken, die wiederum gefu\u0308llt werden mu\u0308ssten. \u201eDadurch setzt sich das Karussell in Bewegung\u201c, erga\u0308nzt Rosenfeld. Fu\u0308r den Consulting-Arbeitsmarkt \u2013 auch jenseits von Compliance und Risikomanagement \u2013 du\u0308rfte 2014 ein gutes Jahr werden.<\/p>\n<p>Wo immer etwas geht: IT in Finance und Rating-Agenturen<\/p>\n<p>Sowohl bei Banken als auch bei Consulting-Unternehmen fu\u0308r die Bankenbranche werden IT-Fachkra\u0308fte ha\u0308nderingend gesucht. \u201eDabei geht es immer um die Schnittstelle zwischen IT und Finance. Wenn diese Leute auch noch kommunikative Kompetenz mitbringen, dann ist das super\u201c, sagt Headhunterin Stefanie Storck von Capital Talen in Frankfurt. Allerdings sei dies nicht immer ganz leicht zu finden.<\/p>\n<p>Ein weiterer Klassiker seien die Ratingagenturen, die u\u0308ber ein konjunkturresistentes Gescha\u0308ftsmodell verfu\u0308gen. \u201eDort werden Rating-Analysten, Produkt-Spezialisten und Sales-Mitarbeiter gesucht\u201c, erla\u0308utert Storck. Das gelte sowohl fu\u0308r den Junior-, als auch fu\u0308r den Senior-Level. \u201eAuf breiter Front eben\u201c, erga\u0308nzt Storck.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>eFinancialCareers.de Sobald die Banker ihren Bonus fu\u0308r das abgelaufene Jahr <a href=\"https:\/\/f-finance.de\/en\/der-optimismus-ist-zurueck-was-deutsche-headhunter-fuer-2014-prognostizieren\/\">&#8230; <br \/><span class=\"mehr-link\"><br \/>\u2192 Zum Artikel<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[],"tags":[],"class_list":["post-1332","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/f-finance.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1332","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/f-finance.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/f-finance.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/f-finance.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/f-finance.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1332"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/f-finance.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1332\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1333,"href":"https:\/\/f-finance.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1332\/revisions\/1333"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/f-finance.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1332"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/f-finance.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1332"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/f-finance.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1332"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}