{"id":1320,"date":"2015-01-16T10:36:27","date_gmt":"2015-01-16T09:36:27","guid":{"rendered":"https:\/\/f-finance.de\/?p=1320"},"modified":"2023-10-16T10:39:10","modified_gmt":"2023-10-16T08:39:10","slug":"die-acht-besten-tipps-fuer-brueche-im-lebenslauf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/f-finance.de\/en\/die-acht-besten-tipps-fuer-brueche-im-lebenslauf\/","title":{"rendered":"Die acht besten Tipps fu\u0308r Bru\u0308che im Lebenslauf"},"content":{"rendered":"<p><em>eFinancialCareers.de<\/em><\/p>\n<p>Nicht immer gleicht die Karriere einem Triumphzug. Vielmehr ist meist die ein oder andere Sprosse der Karriereleiter eingebrochen. Doch wie gehen betroffene Finanzprofis mit Bru\u0308chen im Lebenslauf um? Wir haben mit Karriereprofis gesprochen und die zehn besten Tipps zusammengetragen.<\/p>\n<p>1. Transparenz ist wichtiger als Bru\u0308che<\/p>\n<p>Vor einer Verschleierungstaktik bei Bru\u0308chen im Lebenslauf ra\u0308t Headhunter <strong>Thomas von Ciriacy-Wantrup<\/strong> von <strong>Fricke Finance &#038; Legal<\/strong> in Frankfurt dringend ab. \u201eFu\u0308r den Leser der Unterlagen ist es a\u0308rgerlich, wenn er sich alles mu\u0308hsam zusammensuchen muss\u201c, sagt der Experte. \u201eEs ist immer ein schlechtes Zeichen, wenn der Lebenslauf sehr zerklu\u0308ftet ist.\u201c So mancher Kandidat versuche, die Lu\u0308cken zu verschleiern, in dem er Ausbildung, Praktika, berufliche Stationen und selbsta\u0308ndige Ta\u0308tigkeiten separat auffu\u0308hrt. \u201eIn 99 Prozent der Fa\u0308lle lassen sich dann dort Lu\u0308cken finden\u201c, resu\u0308miert von Ciriacy-Wantrup. Stattdessen sollten Betroffene mit Bru\u0308chen im Lebenslauf offen und transparent umgehen. Dazu sei ein klarer chronologischer Lebenslauf das beste Mittel.<\/p>\n<p>2. Jede Lu\u0308cke erkla\u0308ren<\/p>\n<p>Jede noch so kleine Lu\u0308cke im Lebenslauf wecke bei den Lesern Argwohn, warnt von Ciriacy-Wantrup. Selbst bei einer Arbeitslosigkeit von nur einem Monat ra\u0308t der Personalberater zu einem offenen Umgang. \u201eArbeitslosigkeit stellt la\u0308ngst keine Schande mehr dar\u201c, sagt von Ciriacy-Wantrup. Es genu\u0308ge vo\u0308llig, dies als \u201eberufliche Neuorientierung\u201c zu kennzeichnen. Eine ernsthafte Arbeitsplatzsuche sei a\u0308hnlich zeitaufwendig wie ein Vollzeitjob.<\/p>\n<p>3. Nicht jeden Grund fu\u0308r einen Wechsel nennen<\/p>\n<p>Auch Headhunter Manuel Rehwald von Rehwald Associates in Mu\u0308nchen ra\u0308t zu Ehrlichkeit im Lebenslauf. Das Risiko sei einfach zu gro\u00df, dass Schummelei herauskomme. \u201eDies stellt einen Ausschlussgrund dar\u201c, warnt Rehwald. Meist wu\u0308rden die Gru\u0308nde fu\u0308r ein Ausscheiden im Lebenslauf noch nicht angegeben. \u201eWenn man mit dem Chef nicht zurechtgekommen ist, dann kann man das im Interview offen sagen. Ich habe so etwas aber noch nie in einem Lebenslauf gelesen.\u201c Falls der Arbeitsplatzverlust infolge von Restrukturierungen oder Kosteneinsparungen erfolgte, sollten dies Kandidaten in ihren Lebenslauf aufnehmen. \u201eDas ist dann selbsterkla\u0308rend\u201c, erga\u0308nzt Rehwald.<\/p>\n<p>4. Der Trick mit den Daten<\/p>\n<p>Fu\u0308r kleinere Lu\u0308cken aus der Vergangenheit hat Headhunter Raphael Rosenfeld von Argos Advisors in Mu\u0308nchen einen ganz speziellen Tipp parat. Wenn man anstelle von Jahreszahlen und Monaten nur die Jahre angibt, lie\u00dfen sich kurze Auszeiten leicht tarnen, ohne dabei zu schummeln. Ein solcher Lebenslauf sei fu\u0308r Personalvermittler noch la\u0308ngst kein rotes Tuch. \u201eIch erhalte solche Lebensla\u0308ufe auch von Kandidaten, von denen ich wei\u00df, dass sie keine Lu\u0308cke haben\u201c, beteuert Rosenfeld.<\/p>\n<p>\u201eSollte es sich um Lu\u0308cken von ein bis drei Monaten handeln, so sehe ich absolut keine Probleme diese anzugeben. Ha\u0308ufig stellt der fru\u0308here Arbeitgeber seine Mitarbeiter bei einer Ku\u0308ndigung frei oder der Kandidat hat gezielt eine Lu\u0308cke zwischen Ausscheiden und Neuanfang eingeplant, um mit voller Kraft neu durchzustarten\u201d, erga\u0308nzt Rosenfeld.<\/p>\n<p>5. Enddaten klar angeben<\/p>\n<p>Von Ciriacy-Wantrup wiederum erha\u0308lt regelma\u0308\u00dfig Lebensla\u0308ufe, bei denen die Enddaten der aktuellen Stellung offen gelassen werden. \u201eWenn ich dann nachfrage, stellt sich oft heraus, dass bereits ein Ausstiegsdatum feststeht\u201c, berichtet von Ciriacy-Wantrup. Der Headhunter empfiehlt immer das Ausstiegsdatum im Lebenslauf anzugeben, auch wenn es in der Zukunft liegt. Denn wenn kein Endzeitpunkt angegeben werde, dann hei\u00dfe dies, dass es sich um eine ungeku\u0308ndigte Stelle handle.<\/p>\n<p>Es ko\u0308nne sich durchaus als Vorteil erweisen, wenn die Ku\u0308ndigung erfolgt und der Ausstiegszeitpunkt bekannt sei. \u201eDie schnelle Verfu\u0308gbarkeit stellt ein Asset dar\u201c, betont von Ciriacy-Wantrup. Viele potenzielle Arbeitgeber wu\u0308rden ungern lange warten, bis der neue Mitarbeiter an Bord komme. U\u0308brigens gelte dabei immer das Datum des rechtlichen Ausscheidens aus einem Unternehmen. Von Ciriacy- Wantrup berichtet, dass er immer wieder Lebensla\u0308ufe erhalte, bei denen der letzte Arbeitstag statt das des Arbeitsvertragsendes angegeben sei.<\/p>\n<p>6. Weiterbildungen und selbststa\u0308ndige Ta\u0308tigkeit<\/p>\n<p>Rosenfeld empfiehlt die Lu\u0308cken mit einschla\u0308gigen Weiterbildungen oder selbsta\u0308ndiger Ta\u0308tigkeit zu fu\u0308llen. \u201eJeder hat irgendwelche Bekannte, die unternehmerisch ta\u0308tig sind, bei denen er auf Projektbasis kurzzeitig ta\u0308tig sein kann und dieses somit als freiberufliche Ta\u0308tigkeit angeben kann\u201c, meint Rosenfeld. Eine Lu\u0308cke sei weniger scha\u0308dlich, wenn sie sinnvoll verbracht werde. Das gelte ganz besonders fu\u0308r aktuelle Lu\u0308cken. \u201eFalls es sich um eine reine Auszeit mit einer Dauer von mehr als vier bis sechs Monaten handelt, dann habe ich Bauchschmerzen, diesen Kandidaten an einen potenziellen Kunden als absolute \u201eTop-Kandidaten\u201d zu vermitteln.<\/p>\n<p>7. Das Risiko mit dem Sabbatical<\/p>\n<p>Sich nach langen Jahren der Berufsta\u0308tigkeit ein Sabbatical fu\u0308r die Familie oder Reisen zu genehmigen, ha\u0308lt von Ciriacy-Wantrup fu\u0308r vo\u0308llig legitim. Von daher du\u0308rften diese auch wahrheitsgema\u0308\u00df in den Lebenslauf aufgenommen werden. Zu einem ernsthaften Problem wu\u0308rden Lu\u0308cken erst, wenn sie la\u0308nger als zwo\u0308lf Monate dauern.<\/p>\n<p>Von daher stellt es schon ein Risiko dar, sich nach dem Ausscheiden aus einem Job erst einmal ein Sabbatical von sechs Monaten zu go\u0308nnen, bevor man sich ernsthaft um eine Weiterbescha\u0308ftigung bemu\u0308ht. \u201eEs dauert allein meist zwei bis drei Monate, bis der Rekrutierungsprozess durch ist\u201c, sagt von Ciriacy-Wantrup. Wer sich also mit den Bewerbungen viel Zeit lasse, dem drohe rasch eine zu lange Lu\u0308cke. \u201eJede Auszeit u\u0308ber zwo\u0308lf Monate ist schwierig\u201c, warnt der Experte.<\/p>\n<p>8. Arbeitszeugnis notfalls einklagen<\/p>\n<p>\u201eEin schlechtes Arbeitszeugnis ist der \u201aworst case\u2018\u201c, meint von Ciriacy-Wantrup weiter. Gelegentlich gebe ein Kandidat auch an, kein Zeugnis erhalten zu haben. Auch dafu\u0308r wu\u0308rden die Arbeitgeber kein Versta\u0308ndnis hegen. Es sei also wenig hilfreich, ein schlechtes Arbeitszeugnis unter dem Teppich verschwinden zu lassen.<\/p>\n<p>Dies gelte umso mehr, als Arbeitgeber rechtlich zu einem wohlwollenden Zeugnis verpflichtet sind. Ein Arbeitnehmer ko\u0308nne immer verlangen, dass der erste Entwurf eines Zeugnisses u\u0308berarbeitet werde. Zur Not ko\u0308nne ein Betroffener auch rechtliche Schritte einleiten. \u201eAuf diese Weise la\u0308sst sich ein schlechtes Arbeitszeugnis meist vermeiden\u201c, sagt von Ciriacy-Wantrup. Kandidaten, die eine Zeit im nicht-deutschsprachigen Ausland wie etwa London verbracht haben, sollten zumindest einen Reference-Letter von ihrem Arbeitgeber verlangen. \u201eEs genu\u0308gt nicht zu sagen, dass dies in England unu\u0308blich ist.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>eFinancialCareers.de Nicht immer gleicht die Karriere einem Triumphzug. 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