{"id":1289,"date":"2017-08-16T09:49:22","date_gmt":"2017-08-16T07:49:22","guid":{"rendered":"https:\/\/f-finance.de\/?p=1289"},"modified":"2023-10-16T09:52:49","modified_gmt":"2023-10-16T07:52:49","slug":"der-wirklich-wichtigste-punkt-bei-jeder-bewerbung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/f-finance.de\/en\/der-wirklich-wichtigste-punkt-bei-jeder-bewerbung\/","title":{"rendered":"Der wirklich wichtigste Punkt bei jeder Bewerbung"},"content":{"rendered":"<p><em>eFinancialCareers.de<\/em><\/p>\n<p>So mancher Finanzprofi legt sein ganzes Herzblut in das Verfassen von Lebenslauf und Anschreiben und bewirbt sich anschlie\u00dfend hoffnungsfroh auf diverse Stellen. Schon damit hat er einen Kardinalfehler begangen. Denn es gibt keine Bewerbung, die auf jede Stelle passt \u2013 auch wenn Ihr Werdegang letztlich Geschichte ist. Vielmehr mu\u0308ssen Anschreiben und Bewerbung fu\u0308r jede fragliche Stelle individuell angepasst werden.<\/p>\n<p>Erst ku\u0308rzlich haben sich bei uns wieder Hiring Manager beklagt, dass die Kandidaten regelma\u0308\u00dfig die Mu\u0308he scheuen, die Stellenanzeigen richtig zu lesen. Einer hat sogar ausdru\u0308cklich in der Stellenanzeige um ein Anschreiben gebeten, was Bewerber<br \/>\ngeflissentlich ignorierten.<\/p>\n<p>Daher haben wir einen kleinen Spickzettel verfasst, wie sich Lebenslauf und Anschreiben auf die fragliche Stelle gekonnt optimieren lassen:<\/p>\n<p>Wie man einen Lebenslauf anpasst<\/p>\n<p>Dabei ist die Sache denkbar einfach. \u201eLebensla\u0308ufe werden gelesen wie Mathearbeiten in der fu\u0308nften Klasse\u201c, behauptet Karrierecoach Gunnar Belden von der Maturias Personalberatung in Potsdam. \u201eDer Lehrer mo\u0308chte Ha\u0308kchen machen und seine Lo\u0308sung wiederfinden.\u201c<\/p>\n<p>\u201eSich zu bewerben, stellt einen Job dar, den man effizient und professionell handhaben sollte\u201c, sagt Belden. Effizient bedeute, dass man mit Templates arbeitet und nicht bei jedem Lebenslauf oder Anschreiben mit einem wei\u00dfen Blatt Papier anfa\u0308ngt. Professionell hei\u00dft aber auch, dass man beides auf die jeweilige Stelle anpasst.<\/p>\n<p>Entsprechend ra\u0308t Headhunter Manuel Rehwald von Rehwald Associates in Ko\u0308nigstein seinen Lebenslauf seinerseits neben die Stellenanzeige zu legen und beide abzugleichen. \u201eMan muss pru\u0308fen, ob es u\u0308berhaupt passt, damit man sich nicht auf etwas bewirbt, wo man keine Chancen hat\u201c, meint Rehwald.<\/p>\n<p>Das Wichtigste zuerst<\/p>\n<p>\u201e40 bis 50 Prozent der Lebensla\u0308ufe beginnen immer noch mit der Schulzeit\u201c, klagt <strong>Thomas von Ciriacy-Wantrup<\/strong> von <strong>Fricke Finance &#038; Legal<\/strong> in Frankfurt. Der<br \/>\nLebenslauf beginnt also ausgerechnet mit dem, was den Leser am wenigsten interessiert. Da natu\u0308rlich die aktuelle Ta\u0308tigkeit wesentlich relevanter ist, mu\u0308sse ein Lebenslauf immer ru\u0308ckwa\u0308rtschronologisch aufgebaut sein.<\/p>\n<p>Die Regel: \u201eDas Wichtigste zuerst\u201c gilt auch fu\u0308r die Details. Von Ciriacy-Wantrup ra\u0308t das Tagesgescha\u0308ft bei jeder beruflichen Station stichpunktartig zu beschreiben. Die Stichpunkte sollten hierarchisch nach Schwerpunkten gegliedert sein. Dabei sei es natu\u0308rlich hilfreich, wenn ein vom Arbeitgeber in spe gefragter Schwerpunkt ganz oben auftauche und nicht erst am Ende. \u201eKandidaten mu\u0308ssen fu\u0308r jede Rolle pru\u0308fen, ob die Schwerpunkte richtig gesetzt sind\u201c, betont von Ciriacy-Wantrup. In jedem Fall sollte die Ta\u0308tigkeitsbeschreibung bei sa\u0308mtlichen beruflichen Stationen auf das Anforderungsprofil der Stelle optimiert werden. Allerdings mu\u0308sse der Kandidat immer bei der Wahrheit bleiben.<\/p>\n<p>Schlu\u0308sselbegriffe u\u0308bernehmen<\/p>\n<p>Belden empfiehlt Kandidaten die Stellenanzeige eingehend zu studieren. \u201eDer Kandidat sollte sich an der Sprache des Unternehmens orientieren\u201c, sagt Belden. \u201eDer Ko\u0308der muss dem Fisch schmecken und nicht dem Angler.\u201c Die Sprache des Unternehmens sei dem Kandidaten aus der Stellenanzeige bekannt. Die Schlu\u0308sselwo\u0308rter sollte der Kandidat aus der Anzeige entnehmen und dort, wo es passt, in seinen Lebenslauf u\u0308bernehmen.<\/p>\n<p>Der Gesamteindruck za\u0308hlt<\/p>\n<p>Viele Headhunter u\u0308bertragen die Angaben eines Lebenslaufes in ein eigenes Template und geben erst dieses an den tatsa\u0308chlichen Arbeitgeber weiter, was vielleicht so manchen Kandidat zu Nachla\u0308ssigkeit verleitet. Dagegen bevorzugt es Belden den Originallebenslauf mit einem eigenen Statement weiterzugeben. \u201eEin Lebenslauf verra\u0308t mehr als nur den Werdegang eines Kandidaten\u201c, meint Belden. Ein Kandidat dokumentiere mit einem Lebenslauf auch, ob er Aussagen pointiert formulieren und sich professionell pra\u0308sentieren kann.<\/p>\n<p>Wie man ein Anschreiben anpasst<\/p>\n<p>Die Relevanz von Anschreiben ist hei\u00df umstritten. Wa\u0308hrend viele Arbeitgeber \u2013 vor allem konservative \u2013 auf Anschreiben schwo\u0308ren, halten Headhunter sie meist fu\u0308r entbehrlich. \u201eArbeitgeber wollen ein Anschreiben, weil es fu\u0308r die Ernsthaftigkeit einer Bewerbung spricht\u201c, resu\u0308miert Belden. \u201eOb sich jeder Adressat aber auch die Mu\u0308he macht, das zu lesen, wage ich zu bezweifeln.\u201c Auch in den Online-Bewerbungs- Plattformen von Gro\u00dfbanken sind Anschreiben meist nicht vorgesehen. Dennoch geho\u0308rt ein Anschreiben in Deutschland und der Schweiz im Zweifelsfall immer noch dazu.<\/p>\n<p>Perso\u0308nlich adressieren<\/p>\n<p>Das Anschreiben sollte direkt an den Ansprechpartner im Unternehmen adressiert sein. Dieser werde oft in der Stellenanzeige genannt. \u201eWenn in der Anzeige kein perso\u0308nlicher Adressat genannt werde, dann ist in der Regel auch kein Anschreiben erforderlich. Das ist jedenfalls meine Erfahrung\u201c, kommentiert Belden.<\/p>\n<p>Bei der Anrede sind Fehler verheerend. \u201eSchon der kleinste Buchstabendreher im Namen wird als mangelnder Respekt ausgelegt und fu\u0308hrt zwangsla\u0308ufig zu negativer Beurteilung\u201c, warnt Belden.<\/p>\n<p>Sich als Lo\u0308sung pra\u0308sentieren<\/p>\n<p>Laut Rehwald sollte ein Anschreiben denkbar kurz ausfallen. \u201eEs geht nur darum zu erla\u0308utern, warum Sie sich auf die Stelle A beim Institut B bewerben.\u201c Dagegen sei es dem Erfolg einer Bewerbung abtra\u0308glich, wenn auch noch die Ha\u0308lfte des Lebenslaufes wiederholt werde.<\/p>\n<p>Auch von Ciriacy-Wantrup ha\u0308lt die Motivation fu\u0308r den Stellenwechsel fu\u0308r den Kern eines Anschreibens. Kandidaten mu\u0308ssten angeben, wieso sie wechseln wollen und wieso sie der passende Kandidat fu\u0308r die Stelle seien. Der Kandidat mu\u0308sse sich als<br \/>\nLo\u0308sung fu\u0308r das Personalproblem des Arbeitgebers pra\u0308sentieren.<\/p>\n<p>Gehaltsangaben nicht vergessen<\/p>\n<p>Falls in der Anzeige nach der Gehaltvorstellungen gefragt werde, dann mu\u0308ssen diese auch genannt werden. Falls nicht, dann geho\u0308ren Sie auch nicht hinein \u2013 so einfach ist das. \u201eIch wu\u0308rde immer das Ist-Gehalt angeben\u201c, empfiehlt von Ciriacy-Wantrup. Gehaltsvorstellungen ko\u0308nnten zu Beginn eines Bewerbungsprozesses nicht wirklich realistisch eingescha\u0308tzt werden, weil einfach noch nicht genu\u0308gend Informationen zur Verfu\u0308gung stehen.<\/p>\n<p>Dagegen ko\u0308nne der Arbeitgeber aus dem Ist-Gehalt ablesen, ob der Kandidat in Frage komme. Wenn ein Arbeitgeber nur 70.000 Euro fu\u0308r eine Stelle ausgeben wolle, falle ein Kandidat mit einem Ist-Gehalt von 80.000 Euro normalerweise raus. Falls das Unternehmen aber bereit sei 100.000 Euro zu zahlen, dann wu\u0308rde das womo\u0308glich passen, erla\u0308utert von Ciriacy-Wantrup. U\u0308blicherweise gebe man das Festgehalt konkret an und bemerke, dass noch ein Bonus dazukomme.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>eFinancialCareers.de So mancher Finanzprofi legt sein ganzes Herzblut in das <a href=\"https:\/\/f-finance.de\/en\/der-wirklich-wichtigste-punkt-bei-jeder-bewerbung\/\">&#8230; <br \/><span class=\"mehr-link\"><br \/>\u2192 Zum Artikel<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[],"tags":[],"class_list":["post-1289","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/f-finance.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1289","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/f-finance.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/f-finance.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/f-finance.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/f-finance.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1289"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/f-finance.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1289\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1290,"href":"https:\/\/f-finance.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1289\/revisions\/1290"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/f-finance.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1289"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/f-finance.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1289"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/f-finance.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1289"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}